12.02.2018

Pochiertes Hähnchenbrustfilet, Kichererbsen und Kürbis mit Joghurt-Tahini-Sauce

Dieses Gericht hat mich schon bei der ersten Gabel überzeugt. Das zart pochierte Hähnchenfleisch, die Kichererbsen und der geröstete Kürbis passen perfekt zusammen, sowohl was Geschmack als auch Konsistenz angeht. Zusammen mit der frischen Joghurt-Tahini-Sauce einfach nur gut!

Pochiertes Hähnchenbrustfilet, Kichererbsen und Kürbis mit Joghurt-Tahini-Sauce
Pochiertes Hähnchenbrustfilet, Kichererbsen und Kürbis mit Joghurt-Tahin-Sauce

Zutaten

400 g Kürbis (z. B. Hokkaido oder Butternut)
400 g Kichererbsen aus dem Glas (Abtropfgewicht)
2 Hähnchenbrustfilets
2 Lorbeerblätter
4 Pimentkörner
1 kleiner Bund frische Petersilie
Olivenöl

Für die Sauce:
150 g Joghurt
1/2 Zitrone
1 EL Tahini
1 EL Olivenöl
2 TL Honig
1 TL Koriandersamen
1/2 TL Kreuzkümmelsamen
Salz, Pfeffer

Zubereitung

Den Ofen auf 200°C vorheizen. Den Kürbis in kleine Würfel schneiden und mit einem guten Schuss Olivenöl vermischen. Auf einem Backblech verteilen und für etwa 35 Minuten backen, bis die Kürbiswürfel gar und leicht gebräunt sind.

Kichererbsen und Hähnchenbrustfilets zusammen mit den Lorbeerblättern und Pimentkörnen in einen Topf geben. So viel Wasser dazugeben, dass alles bedeckt ist. Kurz aufkochen lassen und die Hitze danach sofort reduzieren. Die Hähnchenbrustfilets wenden und für etwa 15 Minuten im heißen Wasser ziehen lassen. Die Hähnchenbrustfilets aus dem Wasser holen und den Rest durch ein Sieb abgießen. Die Gewürze aus den Kichererbsen entfernen und das Fleisch mit zwei Gabeln in Stücke rupfen. Zusammen mit den Kürbiswürfeln auf einen Teller oder in eine Schüssel geben.

Für die Sauce den Saft der Zitrone auspressen und die Koriander- sowie Kreuzkümmelsamen mit dem Mörser zermahlen. Mit Joghurt, Tahini, Olivenöl und Honig mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf dem Pfanneninhalt verteilen und die Blätter der Petersilie daraufzupfen. Optional: Zum Essen alles miteinander vermischen. Das ist zwar geschmacklich hervorragend, aber man muss optische Einbußen hinnehmen.

Pochiertes Hähnchenbrustfilet, Kichererbsen und Kürbis mit Joghurt-Tahin-Sauce

Vor einem Jahr: Polenta mit gerösteten Weintrauben und Tomaten, Parmesan und Parmaschinken
Vor zwei Jahren: Chai-Kuchen mit Orangen-Honig-Creme
Vor drei Jahren: Dulce de leche aus dem Ofen
Vor vier Jahren: Möhrensuppe mit Quinoa
Vor fünf Jahren: Tarte au citron
Vor sechs Jahren: Hirsepfanne mit Spinat, Datteln und Feta
Pochiertes Hähnchenbrustfilet, Kichererbsen und Kürbis mit Joghurt-Tahin-Sauce

03.02.2018

Sauerteigbrot mit Walnüssen und Traubensaft & Buchtipp

Walnüsse und Trauben sind immer eine gute Kombination, auch wenn man sie nicht unbedingt in einem Brot vermuten würde. In diesem Fall kommt roter Traubensaft zum Einsatz, dessen leichte Süße wunderbar zum Sauerteig passt. Die Krume ist saftig und aromatisch, die Kruste dunkel ausgebacken und knusprig.

Sauerteigbrot mit Walnüssen und Traubensaft
Sauerteigbrot mit Walnüssen und Traubensaft

Das Rezept stammt aus dem Buch "Brot backen in Perfektion mit Sauerteig" von Lutz Geißler, der auch den sehr empfehlenswerten Plötzblog betreibt. Als ich mit dem Brotbacken angefangen habe, war sein Blog bei vielen Fragen meine erste Anlaufstelle und die bis ins letzte Detail durchdachten Rezepte sind nahezu gelingsicher. "Brot backen in Perfektion mit Sauerteig" ist sein erstes Buch, das sich ausschließlich dem Sauerteig widmet. Der wird in allen Rezepten nach dem gleichen Prinzip eingesetzt: Wenig Sauerteig, viel Zeit. Der Teig bekommt mindestens 24 Stunden Zeit zum Reifen und die Arbeitsschritte sind so geplant, dass sie sich einfach in den Alltag integrieren lassen und jeweils nur wenig Zeit in Anspruch nehmen. (Ähnlich wie in Martin Johanssons "Brot Brot Brot".) Das ist einerseits sehr praktisch, andererseits für mich aber nur eine Ergänzung zur üblichen Vorgehensweise, bei der erst ein Sauerteig angesetzt und später zu einem Hauptteig verarbeitet wird. Der Aufbau des Buchs ist klassisch: Es startet mit einer Einführung, die vom ersten eigenen Sauerteig bis zum Ausbacken des Brots alle Arbeitsschritte genau erklärt. Dann folgt der Rezeptteil mit vielen Broten, einigen Brötchensorten und einer Hand voll süßem Gebäck. Die Rezepte sind eher traditionell als experimentell, das Trauben-Nuss-Brot aus diesem Post ist eines der ausgefalleneren. Dafür ist die Auswahl bodenständig, aber gut, und reicht von diversen Mischbroten über Pumpernickel und Brezeln zu Baguettes, Fladenbrot oder Croissants. Für unkomplizierte Sauerteigbrote kann ich dieses Buch nur empfehlen, für etwas mehr Tiefe würde ich allerdings auf das "Brotbackbuch Nr. 1" zurückgreifen. "Brot backen in Perfektion mit Sauerteig" wurde mir vom Becker Joest Volk Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Sauerteigbrot mit Walnüssen und Traubensaft

Zutaten für einen großen Laib

20 g Sauerteig
675 g Weizenmehl 550
175 g Roggenvollkornmehl
300 ml Traubensaft
300 ml Wasser
200 g Walnusskerne
1 EL Salz

Zubereitung

Die Walnusskerne grob hacken. Zusammen mit den anderen Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Luftgeschützt (dafür setze ich der Teigschüssel gerne eine Badehaube auf) bei Zimmertemperatur für 24 Stunden gehen lassen. Optional kann man den Teig in diesem Zeitraum zwei Mal dehnen und falten.

Den Teig nach Ablauf der Zeit auf eine leicht bemehlte Fläche geben. Vorsichtig, sodass möglichst wenig Luft entweicht, zu einem Laib formen. In einen bemehlten Gärkorb geben oder ein Geschirrtuch mit Mehl bestäuben und den Teig damit in eine ausreichend große Schüssel heben. Abgedecken und für eine weitere Stunde gehen lassen.

Anschließend den Ofen mit einem Backstein darin auf 250°C vorheizen. Falls kein Backstein vorhanden ist, das Backblech mit vorheizen. Wenn die Temperatur erreicht ist, den Teig aus dem Gärkorb auf ein Stück Backpapier stürzen und damit auf den Backstein oder das Backblech ziehen. Um Dampf zu erzeugen ein halbes Glas Wasser auf den Ofenboden, ein zweites Backblech oder eine Auflaufform aus Metall gießen. Die Ofenklappe sofort schließen und die Temperatur auf 230°C reduzieren. Für 30 Minuten backen. Den Dampf ablassen und etwa 25 Minuten weiterbacken.

Das Brot ist fertig wenn es eine dunkelbraune Kruste hat und sich hohl anhört, wenn man von unten dagegen klopft.

Sauerteigbrot mit Walnüssen und Traubensaft

Vor einem Jahr: Knusprige Schwarzwurzeln in Zitronen-Dill-Panade
Vor zwei Jahren: Klassische Hühnerbrühe mit Nudeln und Gemüseeinlage
Vor drei Jahren: Süßkartoffel-Lauch-Gratin mit Salbei
Vor vier Jahren: Karamellisierter Fenchel
Vor fünf Jahren: Pastasotto mit getrockneten Tomaten, Mascarpone und Pinienkernen
Vor sechs Jahren: Maisrisotto
Sauerteigbrot mit Walnüssen und Traubensaft
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