27.08.2015

Kichererbsen-Edamame-Salat mit Gorgonzola und Haselnüssen

Mein neues Lieblingsthema: Food Pairing. Schlüsselaromen einzelner Lebensmittel werden dabei analysiert, verglichen und in Food Pairing Trees visualisiert. Daraus ergeben sich unzählige Kombinationsmöglichkeiten und auf viele davon wäre man von alleine gar nicht gekommen. Wie zum Beispiel in diesem Rezept - Olivenöl, Edamame, Kichererbsen, Gorgonzola und geröstete Haselnüsse? Passt perfekt! Egal, ob man zwei oder mehrere Zutaten aus einer Gruppe kombiniert, Ausprobieren lohnt sich auf jeden Fall. Das Ergebnis meines erstens Versuchs ist jedenfalls ein ausgefallener, harmonischer Salat.

Noch mehr solcher Kombinationen werde ich übrigens bald auf der IFA ausprobieren! Dort koche ich im Kochduell von AEG zusammen mit Insane in the Kitchen auf der Seite des Flavour Pairing Teams.

Kichererbsen-Edamame-Salat mit Gorgonzola und Haselnüssen
Kichererbsen-Edamame-Salat mit Gorgonzola und Haselnüssen

Zutaten für eine mittelgroße Schale

Für den Salat:
200 g Kichererbsen (aus dem Glas)
150 g Edamame (tiefgekühlt)
100 g Gorgonzola
1/2 rote Zwiebel
50 g Haselnüsse

Für das Dressing:
2 EL Olivenöl
1 EL Balsamico
1 TL Honig
1/2 TL Senf
Pfeffer, Salz

Zubereitung

Die Edamame kurz in kochendem Salzwasser blanchieren und anschließend mit kaltem Wasser abschrecken. Die Kichererbsen in ein Sieb geben und abwaschen. Beides mit dem kleingeschnittenen Gorgonzola und der fein gehackten Zwiebel in eine Schüssel geben. Die Zutaten für das Dressing vermischen - das geht am besten indem man alle Zutaten in ein kleines Einmachglas mit Deckel füllt und sie gut durchschüttelt. Das Dressing über den Salat geben und alles miteinander vermischen.

Zum Schluss die Haselnüsse grob hacken und in einer beschichteten Pfanne ohne Fett anrösten bis sie anfangen gut zu duften. Schalen, die sich von den Nüssen gelöst haben, kann man einfach vorsichtig wegpusten. Die Haselnüsse vor dem Servieren auf den Salat streuen.

Kichererbsen-Edamame-Salat mit Gorgonzola und Haselnüssen

Vor einem Jahr: Orangen-Joghurt-Kuchen mit Crème fraîche-Topping
Vor zwei Jahren: Suppe aus ofengerösteten Tomaten
Vor drei Jahren: Brioche au sucre

23.08.2015

Erdbeer-Hefeschnecken mit Limetten-Guss

Für Hefeschnecken kann ich mich immer begeistern, aber meistens bleibe ich bei der klassischen Füllung aus Zimt und Zucker. Dabei gibt es natürlich viel mehr Möglichkeiten sie zu füllen, zum Beispiel mit Lemon Curd oder gesalzener Karamellcreme - oder eben Erdbeerkonfitüre. Der frische Limetten-Guss passt besonders gut zur fruchtigen Füllung und der Teig wird mit diesem Rezept besonders saftig und locker: Darin wird nach amerikanischer Art eine Kartoffel verarbeitet.

Erdbeer-Hefeschnecken mit Limetten-Guss
Erdbeer-Hefeschnecken mit Limetten-Guss

Zutaten für eine Springform

Für die Erdbeer-Schnecken:
500 g Mehl
125 ml Milch
125 ml Wasser
1 mittelgroße Kartoffel (ca. 100 g)
50 g Butter
30 g Zucker
10 g frische Hefe
1 Prise Salz

Für die Füllung:
100 g Erdbeerkonfitüre

Für den Guss:
100 g Puderzucker
1 Bio-Limette

Zubereitung

Am besten wird der Hefeteig, wenn man ihn am Vortag vorbereitet und über Nacht im Kühlschrank gehen lasst. Dadurch verbessert sich die Konsistenz und man muss dafür am Backtag nicht mehr so lange warten.

Für den Teig zunächst die Kartoffel ungeschält in Salzwasser kochen bis sie gar ist. Etwas abkühlen lassen, pellen und anschließend zusammen mit der Butter stampfen. Mit den anderen Zutaten in eine Schüssel geben und mehrere Minuten lang kneten bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist. Die Schüssel mit einem feuchten Geschirrtuch oder Frischhaltefolie abdecken und in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag den Teig auf einer bemehlten Fläche zu einem Rechteck ausrollen. Mit der Erdbeerkonfitüre bestreichen und von der langen Seite her aufrollen. Mit einem scharfen Messer Scheiben von der Rolle abschneiden und diese nebeneinander in eine eingefettete Springform setzen. Die Hefeschnecken nun noch einmal für 30 bis 60 Minuten gehen lassen.

Anschließend den Ofen auf 175°C vorheizen und die Hefeschnecken darin für etwa 35 Minuten backen bis sie von oben goldbraun sind. In der Zwischenzeit den Guss vorbereiten: Die Schale der Limette abreiben und den Saft auspressen. Die Schale zum Puderzucker geben und nur so viel vom Saft dazugießen bis der Guss eine dickflüssige, aber streichfähige Konsistenz angenommen hat. Die Hefeschnecken damit einstreichen und am besten noch lauwarm servieren.

Erdbeer-Hefeschnecken mit Limetten-Guss

Vor einem Jahr: Orangen-Joghurt-Kuchen mit Crème fraîche-Topping
Vor zwei Jahren: Pancakes mit Quark und Haferflocken
Vor drei Jahren: Focaccia mit Rosmarin/Caponata/Zucchini

17.08.2015

Zucchinicremesuppe mit Ziegenfrischkäse*

Suppen wie diese esse ich das ganze Jahr über gerne: Man kann beinahe jede Gemüsesorte darin verarbeiten, die Zubereitung ist unglaublich einfach und natürlich schmecken sie auch noch lecker. Besonders wenn das Gemüse - wie im Moment die Zucchini - gerade Hochsaison hat. Weil die Suppe nur aus wenigen Zutaten besteht, schmeckt man diese dafür umso mehr heraus und der zarte Geschmack der Zucchini harmoniert perfekt mit dem cremigen Ziegenfrischkäse.

Zucchinicremesuppe mit Ziegenfrischkäse

Die norwegische Marke Snøfrisk* hat mir den Ziegenfrischkäse zum Testen angeboten, weshalb ich ihn gleich in diesem Rezept ausprobiert habe. Für die Suppe habe ich die Sorte "Naturell" benutzt, die aus genau drei Zutaten besteht: Ziegenmilch, Kuhsahne und Salz. Und obwohl die Ziegenmilch 80 Prozent des Frischkäses ausmacht, schmeckt er sehr mild. Deshalb passt er auch so gut zu den Zucchini, denn ihr Geschmack wird nicht davon überlagert. Kräftigen Ziegenkäse esse ich zwar genauso gerne, aber milden Ziegenkäse kann man dafür sehr gut mit anderen Zutaten kombinieren - nicht nur in Suppe, sondern in unterschiedlichsten Gerichten. Zum Beispiel in Risotto mit Roter Bete, Ziegenkäse-Honig-Ravioli oder cremigen Œufs cocotte. Aber nicht nur salzig geht: Schonmal frische Scones mit Ziegenfrischkäse und Marmelade probiert? Unbedingt nachholen!

Zucchinicremesuppe mit Ziegenfrischkäse

Zutaten für 3-4 Portionen

4-5 Zucchini (ca. 800 g)
1 Zwiebel
600 ml Gemüsebrühe
125 g Ziegenfrischkäse
4 dünne Scheiben Brot
Olivenöl, Pfeffer

Zubereitung

Die Zwiebel würfeln und mit einem Schuss Olivenöl in einen Topf geben. Bei schwacher Hitze andünsten bis die Zwiebelwürfel glasig werden. Eine Zucchini beiseite legen, die anderen in kleine Stücke schneiden, zur Zwiebel geben und ein paar Minuten mitbraten. Anschließend die Brühe dazugeben und alles für zehn Minuten köcheln bis die Zucchini weich sind. In der Zwischenzeit die übriggebliebene Zucchini grob raspeln.

Den Topf nach der Kochzeit vom Herd nehmen. Etwa zwei Drittel des Ziegenfrischkäse dazugeben und die Suppe pürieren. Mit Pfeffer abschmecken, die geraspelte Zucchini untermischen und für einen Moment ziehen lassen. Das Brot kurz antoasten oder von beiden Seiten in der Pfanne rösten. Die Suppe in eine Schale füllen, eine Scheibe Brot darauflegen und zum Servieren noch etwas Ziegenfrischkäse darauf streichen.

Am besten schmeckt die Suppe übrigens mit ganz frischen Zucchini. Wenn man die Zucchini ein paar Tage lagert, kann es leider passieren, dass sie mit der Zeit etwas bitter werden.

Zucchinicremesuppe mit Ziegenfrischkäse

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Vor einem Jahr: Pasta mit gefüllten Tomaten [Pomodori ripieni di pane]
Vor zwei Jahren: Pasta mit Aubergine, Sultaninen und Pinienkernen
Vor drei Jahren: Caponata [süßsaure Auberginenpfanne]